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Aktien
Charts der letzten 12 Monate:

Wertentwicklung 2025:
| S&P 500 | + 12,6% (in USD) |
| Nasdaq (Technologie) | + 16,5% (in USD) |
| DAX | + 20% |
| MSCI Emerging Markets | + 27% (in USD) |
Rückblick:
Aktien
- Aktientrend: US-Aktien sowie Asien weiterhin sehr stark, Europa zuletzt schwächer.
- Bewertungen: US-Aktien notieren (je nach Indikator) nahe historischen Höchstständen – getrieben vor allem durch die Dominanz hoch bewerteter KI-Titel.
- Konzentrationsrisiken: Die Deutsche-Bank-Studie zu KI-Investitionen warnt vor zunehmender Marktverengung.
- Vergleich zur Dot-Com-Blase: Anders als im Jahr 2000 basiert der aktuelle Aufschwung nicht nur auf Erwartungen, sondern auf hohen Unternehmensgewinnen. Technologieaktien waren in 2000 noch deutlich höher bewertet als heute.
US-Geldpolitik.
- Die US-Notenbank (Fed) hat 2025 erstmals die Zinsen gesenkt – ausgelöst durch schwache Arbeitsmarktdaten.
- Bis Jahresende rechnet der Markt mit zwei weiteren Zinssenkungen (Oktober und Dezember).
- Es zeichnet sich ein längerfristiger Zinssenkungstrend ab.
- Trump versucht, über die Abberufung von Notenbankmitglied Cook, mehr Einfluss auf die Fed zu gewinnen, bislang jedoch ohne Erfolg.
Inflation & Zölle
- Importzölle sind derzeit der wichtigste Treiber der US-Inflation.
- Die Kosten werden zunehmend von US-Importunternehmen getragen, nicht von den Konsumenten.
- Die Produzentenpreise in den USA sind zuletzt überraschend um –0,1 % gefallen.
- Offen bleibt, ob und wann höhere Preise an die Endverbraucher weitergegeben werden.
- Die US-Zolleinnahmen stiegen 2025 auf 188 Mrd. USD – ein Plus von 116 Mrd. USD gegenüber 2024.
US-Wirtschaft
- Die Märkte haben sich an die erratische Kommunikation von Trump gewöhnt.
- Die Verunsicherung der Unternehmen durch unvorhersehbare Zollpolitik nimmt ab (positiv).
- Wachstum: Q3 noch bis zu 3 % (annualisiert), Q4 nur noch ca. 1,5 %.
- Inflationserwartung: ca. 3 % → Gesamtbild: Stagflationsrisiko.
- Rezessionsrisiko: Moody’s hebt die Wahrscheinlichkeit einer US-Rezession auf 48 % an.
- Belastungsfaktoren: schwacher Arbeitsmarkt, Immobilienmarkt und Konsum.
- Das US-Realwachstum liegt im historischen und im erwarteten Vergleich besser als in Europa.
- Auch die demografische Struktur spricht für die USA.
Liquidität
- Für 2025 wird ein US-Haushaltsdefizit von 1,7–1,9 Billionen USD (rund 6 % des BIP) erwartet – eines der höchsten Defizite in der amerikanischen Geschichte außerhalb akuter Krisen.
- Damit zählt 2025 zu den defizitstärksten Jahren überhaupt, übertrifft viele frühere Rekordjahre in Friedenszeiten und wird nur von außergewöhnlichen Krisenjahren wie 2009 (Finanzkrise) oder 2020 (Pandemie) übertroffen.
Aktienrückkäufe
- Für 2025 werden die Aktienrückkäufe im S&P 500 auf rund 1,0–1,1 Billionen USD geschätzt; Q1 2025 markierte mit 293 Mrd. USD ein Rekordquartal, gefolgt von einem Rückgang in Q2, dennoch bleibt das Gesamtjahr auf Rekordniveau.
- Im Vergleich zu den Vorjahren: 2024 = 942 Mrd. USD (Rekord), 2023 = 795 Mrd. USD – damit gehört 2025 zu den höchsten Buyback-Jahren aller Zeiten, voraussichtlich erstmals über 1 Billion USD.
Europa / Deutschland
- Deutsche Industrieproduktion rund 10 % unter Höchststand, kaum Anzeichen einer Erholung.
- Acht Zinssenkungen der EZB und hohe deutsche Neuverschuldung zeigen bislang wenig Konjunktureffekt.
- Unternehmensgewinne wachsen nur minimal.
Frankreich / Italien
- Frankreich: hohe Staatsverschuldung (114 % des BIP), höchste Pensionslasten, schwaches Wachstum.
- Französische Renditen (3,56 %) erstmals über Italien (3,54 %) und Griechenland (3,40 %).
- Italien von Ratingagenturen auf BBB+ hochgestuft.
- EZB signalisiert Bereitschaft, im Krisenfall zu unterstützen.
Anleihenmärkte
- Langfristige US-Staatsanleihen bleiben wegen hoher Schulden und geopolitischer Unsicherheit auf hohem Niveau (30J = 4,75 %, 10J = 4,13 %).
- Die Zinssenkungen der Fed wirken vor allem auf kurzfristige Laufzeiten (2J = 3,60 %), kaum auf lange Renditen.
- Setzt die US-Regierung ihre expansive Ausgabenpolitik fort, könnten die Renditen sogar weiter steigen.
- Zusätzliche Verunsicherung durch Trumps Versuche, Einfluss auf die Fed zu nehmen.
Edelmetalle
- Der Preisanstieg bei Gold und Silber setzt sich fort.
- Dies könnte auf wachsende Unsicherheit und einen Vertrauensverlust in Papierwährungen (z. B. US-Dollar, Euro) hinweisen – ausgelöst durch die massive globale Liquiditätsausweitung, angeführt von den USA.
- Haupttreiber sind Käufe von Notenbanken (insbesondere China), die US-Staatsanleihen in Gold tauschen, um ihre Abhängigkeit von den USA zu reduzieren.
US-Dollar
- Der USD stabilisiert sich.
- Eine nachlassende Verunsicherung über die US-Zollpolitik könnte dem Dollar im Schlussquartal 2025 bzw. 2026 zusätzlichen Auftrieb geben und eine Gegenbewegung auslösen.
Ausblick:
- Fed-Dilemma: Gefangen zwischen Inflationsbekämpfung und Konjunkturstützung.
- Marktumfeld: Oberflächlich ruhig, im Hintergrund jedoch Spannungen; Stagflationsrisiko bleibt.
- Unternehmensgewinne: In den USA trotz Abkühlung weiterhin robust.
- Inflation: Anhaltender Druck, aber weniger stark als befürchtet.
- Marktrisiken: Kurzfristige Rücksetzer jederzeit möglich.
- Bewertungen: US-Technologieaktien auf historisch hohem Niveau.
- Timing: Hohe Bewertungen sind kein verlässliches Signal für kurzfristige Korrekturen.
- Marktzyklen: Hochpunkte lassen sich kaum vorhersagen; meist handelt es sich um längere Prozesse über Monate oder Jahre.
- Zinsperspektive: Weitere Fed-Senkungen könnten den Aktienaufwärtstrend ins letzte Quartal 2025 und nach 2026 hinein verlängern.
- Anlegerperspektive: Investor:innen mit kurzem Anlagehorizont (z. B. <10 Jahre oder Ruhestand) sollten ihre Aktienquote kritisch hinterfragen.
- Diversifikation: Breitere Streuung über große KI-Unternehmen hinaus sinnvoll, auch bei möglichen, kurzfristigen Renditeeinbußen, z. B.:
- Kleine und mittelständische US-Aktien
- Aktien in Europa und Asien
- Chinesische KI-Aktien (Aufholpotenzial)
- Dividendenaktien
- Unternehmensanleihen
- Gold
Entwicklungen im KI-Sektor
- Investitionsvolumina bei KI-Unternehmen bleiben auf Rekordniveau.
- Intensives Wettrennen um die technologische Führungsposition.
- Marktführend derzeit: OpenAI (ChatGPT), Anthropic (Claude), Google (Gemini).
- Meta kooperiert mit Google bei KI-Diensten – ein Rückschlag für die Eigenentwicklung der Llama-Modelle.
- Microsoft baut Doppelstrategie aus: Kooperation mit OpenAI und neu auch mit Anthropic; Claude-Modelle gelten als stärker für praktische Anwendungen (z. B. Präsentationen) und könnten in Microsoft Copilot integriert werden.
- Adobe zieht sich aus Eigenentwicklungen zurück; künftig Einbindung externer Modelle. Folge: Druck auf Margen.
- China untersagt großen Tech-Konzernen den Einsatz bestimmter Nvidia-Chips; Ziel ist stärkere Eigenversorgung.
- China baut eigene KI-Modelle und Chips aus; Baidu und Alibaba treiben Alternativen voran.
- US-Regierung verkündet 10%-Beteiligung an Intel; Volumen rund 9–11 Mrd. USD.
- Oracle erhält Großauftrag von OpenAI über rund 300 Mrd. USD für Rechenzentren
- OpenAI weiter mit starkem Umsatzwachstum, aber zweistelligem Milliarden-Cash-Burn.
- NVIDIA kündigt strategische Beteiligung bei OpenAI an (bis zu 100 Mrd. USD, gekoppelt an Rechenzentren).
- US-Konzerne setzen zunehmend auf Mehrfach-Partnerschaften im KI-Sektor.
- Unklar bleibt, ob sich die massiven Investitionen mittelfristig in Profitabilität auszahlen.
Eine neue Studie der Deutschen Bank über Investitionen von KI-Unternehmen liefert einen guten Überblick über Chancen & Risiken:

Bewertungsniveau & Konzentrationsrisiken
Verschiedene Bewertungskennzahlen und Indikatoren liefern teils unterschiedliche Ergebnisse. Um ein möglichst umfassendes Bild zu vermitteln, zeige ich im Folgenden mehrere Perspektiven.
Laut Bloomberg, das den S&P 500 anhand verschiedener Maßstäbe wie Kurs-Gewinn-Verhältnis, erwartete Gewinne, Preis-Buchwert-Verhältnis, etc. bewertet, liegt das durchschnittliche Bewertungsniveau aktuell auf dem höchsten Stand der vergangenen 130 Jahre.

Die folgende Grafik zeigt das Verhältnis von Kurs zu erwarteten Gewinnen im historischen Vergleich. Betrachtet werden sowohl der breite S&P 500 als auch das Segment Informationstechnologie. Der S&P 500 liegt mit aktuell 22,8 nahe seinem historischen Höchstwert von 25. Das Segment Informationstechnologie notiert derzeit bei 29,8 – deutlich unter den Spitzenwerten von bis zu 55 während der Dot-Com-Blase im Jahr 2000. Von euphorischen Extremniveaus sind wir damit noch ein gutes Stück entfernt.

Die folgende Grafik vergleicht das Bewertungsniveau großer Unternehmen (S&P 500) mit mittelgroßen (MidCap) und kleineren Unternehmen (SmallCap). Dabei zeigt sich, dass Mid- und SmallCaps deutlich günstiger bewertet sind. Allerdings ist in diesen Segmenten das Gewinnwachstum niedriger (vgl. Abschnitt Unternehmensgewinne).

Während die erste Bloomberg-Darstellung bereits auf eine sehr hohe Bewertung hinweist, zeigen die beiden weiteren Vergleiche, dass noch Aufwärtsspielraum besteht. Gerade in starken Markttrends können Aktien trotz hoher Niveaus weiter steigen.
Die folgende Grafik zeigt die historische Konzentration im S&P 500: dargestellt ist der Anteil der 50 größten Unternehmen (dunkelblau) im Vergleich zu den restlichen 450 (hellblau).

In den 1960er- und 1970er-Jahren hatten die Top-50 ebenfalls einen überdurchschnittlich hohen Indexanteil – damals geprägt von Energie-Giganten, Industriekonzernen, Telekom-Monopolen und etablierten Konsumgüterriesen. Heute dominieren Technologiekonzerne. Die Phase der 60er und 70er Jahre zeigt, dass solche Dominanzen durchaus auch längere Zeiträume anhalten können.
Anleihen / Zinsen
Die US-Zinsen sind im 3. Quartal leicht abwärts tendiert.

10-jährige US-Staatsanleihen notieren bei 4,13% (Hoch im Januar 4,80%)
2-jährige US-Staatsanleihen (gelbe Linie) notieren bei 3,60% (Januar Hoch von 4,42%)
Die Zinsen deutscher Staatsanleihen sind im 3. Quartal leicht angestiegen.

10-jährige notieren bei 2,71% (Hoch im März 2,93%)

2-jährige notieren bei 2,02% und sind damit etwas gestiegen im vergangenen Quartal.
Inflation / Geldpolitik
Trump setzt sich für niedrige Zinsen ein, um die Refinanzierung der US-Staatsschulden zu erleichtern, und versucht, Einfluss auf die Zusammensetzung der Notenbankgremien zu nehmen. Bisher blieb er damit ohne Erfolg. International wird diese Entwicklung mit deutlicher Sorge beobachtet.
Die US-Inflation hat sich seit einem Tiefstwert im April von 2,3% auf zuletzt 2,9% erhöht. Der weitere Verlauf wird entscheidend sein für die Möglichkeit der US-Notenbank, die Zinsen weiter zu senken.

Die zukünftige Inflationserwartung in den USA (Michigan 5-Year Inflation Expectations) bezogen auf die nächsten 5 Jahre liegt leicht erhöht bei 3,7% und damit unter den Befürchtungen vom April (4,4%).

Die Inflation in Europa verbleibt in den letzten 3 Monaten konstant bei 2,00%. In Deutschland kletterte die Inflation im September auf 2,40%.

Die US-Arbeitslosenzahlen haben sich zuletzt auf 4,30% erhöht. Ein weiterer Anstieg dürfte die US-Notenbank zu zusätzlichen Zinssenkungen veranlassen.

Arbeitsmarkt: In den USA angespannt, aber im internationalen Vergleich weiterhin solide und deutlich besser als z.B. in Europa.
Unternehmensergebnisse
Folgende Grafik zeigt das Gewinnwachstum der großen US-Technologiekonzerne (Magnificent 7, dunkelblaue Balken) im Vergleich zum Rest des S&P 500 (hellblaue Balken).

Es ist ersichtlich, dass sich das Wachstum deutlich verlangsamt und es wird erwartet, dass der Rest des Marktes in 2026 etwas aufholen kann.
Konjunktur
Der Rezessionsindikator des Ratingunternehmens Moody’s zeigt zuletzt ein erhöhtes Rezessionsrisiko für die USA. Aktuell beträgt der Wert 48%. Immer wenn 50% erreicht wurden, führte dies in der Vergangenheit zu einer Rezession.

Der ISM Einkaufsmanagerindex (PMI) für das verarbeitende Gewerbe in den USA verharrt im 3. Quartal auf recht geringen Werten, zuletzt bei 48,8 (über 50=Expansion).

Das US-Verbrauchervertrauen hat sich nach einem Zwischenhoch im Juli bei 62 wieder abgekühlt auf 55.

Deutscher Industrie Einkaufsmanagerindex für das verarbeitende Gewerbe in Deutschland ist im September gefallen auf 48,5 (unter 50 = Kontraktion).

Der IFO-Index für die deutsche Wirtschaft sank im September auf 87,7 nach 88,9 Punkten im August. Die Unternehmen waren weniger zufrieden mit den laufenden Geschäften. Zudem trübten sich die Erwartungen merklich ein. Die Hoffnung auf wirtschaftliche Erholung erleidet einen Dämpfer.

Der China Industrie Einkaufsmanagerindex notierte im September bei 51,2 und konnte sich damit verbessern. (über als 50 = Wachstum)

Stimmung / Sentiment
Der CNN Fear & Greed Index misst die Stimmungslage bei den Anlegern. Aktuell zeigt der Indikator einen Wert von 51 (=Neutral) an, was nicht für eine Überhitzung oder Euphorie spricht.

Anfang Juli wurde ein Wert von 76 erreicht und seitdem ist die Stimmung abgekühlt.

Gold / Silber

Gold hat seinen steilen Anstieg weiter fortgeführt.
Entwicklung seit Jahresbeginn in USD:
Gold: aktuell 3.844 USD +46% seit Jahresbeginn
Silber: aktuell 46,46 USD +58% seit Jahresbeginn
Insbesondere internationale Notenbanken verkaufen US-Staatsanleihen und kaufen dafür Gold, um sich unabhängiger von den USA zu machen.
Der steile Preisanstieg zeigt einen Trend hin zu Sachwerten und weg vom US-Dollar. Folgende Grafik zeigt, dass internationale Notenbanken seit 1996 erstmals mehr Gold als US-Staatsanleihen halten.

Rohstoffe

Der Ölpreis (WTI Crude Oil) war auch im 3. Quartal schwach. Saudi-Arabien hat zuletzt die Fördermenge nochmal erhöht, was auf den Preis drückt. Guten Beziehungen von US-Präsident Trump könnten hier eine Rolle spielen. Auch dass Trump mit geringen Energiepreisen Druck auf Russland ausüben möchte.
WTI Crude Oil: 62,78 USD (-12,74% seit Jahresbeginn)
Währungen
US-Dollar

Der US Dollar Index (Korb aus: 57,6% EUR, 13,6% JPY, 11,9% GBP, 9,1% CAD, 4,2% SEK, 3,6% CHF) hat seinen Abwärtstrend auch im 3. Quartal leicht fortgesetzt, sich zum Quartalsende jedoch stabilisiert. Dies könnte auf eine temporäre Bodenbildung hindeuten. Eine nachlassende Verunsicherung über die US-Zollpolitik könnte den Dollar im weiteren Jahresverlauf bzw. in 2026 stützen.
EURO / USD

Der Euro hat gegen über dem US-Dollar seit Jahresbeginn weiter aufgewertet
auf 1.175 USD (ca. +13,5% seit Jahresbeginn).
Das Aufwärtspotenzial des Euro erscheint inzwischen begrenzt, da es in der EU wirtschaftliche Sorgenkinder wie Frankreich und Italien gibt. Ein Szenario wie eine Staatsinsolvenz Frankreichs gilt als unrealistisch. Die EZB verfügt weiterhin über ausreichend Handlungsspielraum und Instrumente zur Stabilisierung.
Kryptowährungen / Blockchain Technologie / Web3

Im vergangenen Quartal hat Bitcoin seitwärts konsolidiert. Ethereum hat dagegen einen steilen Anstieg hinter sich.
Wenn der 4-Jahres-Zyklus in Bitcoin seine Gültigkeit behält, könnte es im kommenden Quartal zum finalen Anstieg dieses Zyklus kommen.
Bitcoin (BTC): 112.843,- USD (+21% seit Jahresbeginn)
Ethereum (ETH): 4.098,- USD (+23% seit Jahresbeginn)
Ausblick
Der KI-Trend bleibt stark und könnte sich weiter fortsetzen.
Solange die US-Notenbank die Zinsen senkt, kommt zusätzlicher Rückenwind von der Liquiditätsseite.
Der Aufschwung könnte breiter werden und auch kleinere sowie mittelständische Aktien erfassen. Gleichzeitig nehmen jedoch die Risiken am Markt zu. Vor allem US-Technologieaktien sind historisch hoch bewertet. Die US-Konjunktur zeigt erste Abkühlungstendenzen, während steigende Inflation das Risiko einer Stagflation birgt.
Einen exakten Hochpunkt an den Aktienmärkten vorherzusagen, ist nahezu unmöglich – es handelt sich meist um einen Prozess, der sich über Monate oder sogar Jahre erstreckt. Oft wird unterschätzt, wie lange Trends anhalten können.
Angesichts der gestiegenen Risiken sollten Investor:innen ihre Portfolios auf Konzentrationsrisiken überprüfen und gegebenenfalls gegensteuern. Auch eine Neubewertung der individuellen Risikobereitschaft sowie eine Anpassung der Aktienquote ist sinnvoll – insbesondere für Anleger:innen im Ruhestand mit kürzerem Anlagehorizont (<10 Jahre).
Ich wünsche Ihnen viel Gesundheit im Herbst
Ihr Bijan Kholghi
Dieser Marktbericht stelle keine individuelle Anlageberatung dar, sondern dient ausschließlich Entertainment & Informationszwecken. Für eine individuelle Anlageberatung wenden Sie sich bitte persönlich an mich unter info@finanzcoach.org .
