Kapitalmarkt Aktuell Oktober 2026

YouTube Link: https://youtu.be/iR1kvRQqjAo

Aktien

Charts der letzten 12 Monate:

Wertentwicklung 2026:

S&P 500 (USA)ca. +12,12% (in USD)
Nasdaq (Technologie)ca. +20,20% (in USD)
DAXca. +3,50%
MSCI Emerging Marketsca. +20,10% (in USD)

Aktienentwicklungen

  • Die Aktienmärkte legten im dritten Quartal zu. Im Juli ging es etwas aufwärts, im August und September bewegten sich die Märkte unter hohen Schwankungen eher seitwärts.
  • Drei Themen bewegten die Märkte im September besonders: die erste US-Zinserhöhung seit 2023 (getrieben durch hohe Inflation (Ölpreis) sowie steigende US-Zinsen, der Vorschlag mehrerer großer KI-Unternehmen, die Entwicklung leistungsfähiger KI zu bremsen, und Angriffe der Huthi-Miliz auf wichtige Transportwege am Roten Meer.
  • Aktien rund um Computerchips und die Infrastruktur für KI entwickelten sich stark. Die sieben besonders großen US-Technologieunternehmen („Magnificent Seven“) blieben als Gruppe zeitweise hinter dem übrigen Markt zurück: Ihr ETF lag Mitte August etwa 5 % seit Jahresbeginn im Plus, der S&P 500 ohne diese sieben Titel etwa 16 %.
  • Kleinere US-Unternehmen hatten ein starkes erstes Halbjahr, verloren nach dem Zinsanstieg im September aber an Schwung.
  • Der europäische Stoxx 600 erreichte Anfang August einen Rekord (ca. 10-11% über Jahresanfang). Vor allem ASML, Infineon und Banken trugen zum Anstieg bei.
  • In Südkorea brachen Aktien im Juli stark ein. Der KOSPI verlor am 28. Juli 11 % und im gesamten Monat 22 %. Sorgen über ein Überangebot an Speicherchips und kreditfinanzierte Anlagen verstärkten die Bewegung. Am 31. Juli folgte ein Tagesplus von 17,9 %. Ende September lag der Index noch rund 35 % unter seinem Juni-Rekord.
  • China und Hongkong blieben schwach. Der chinesische CSI 300 fiel auf den tiefsten Stand seit September 2025. Das Treffen zwischen Trump und Xi im September brachte begrenzte Zollsenkungen, aber keine umfassende Einigung.
  • Ausländische Anleger kauften 2026 in großem Umfang US-Aktien. Die Nachfrage überwog das Angebot trotz zahlreicher neuer Aktien um rund 400 Mrd. USD.

Ausblick

  • Besonders auffällig ist die aktuell sehr dünne Marktbreite. Die Aktienmärkte wurden in den letzten Wochen fast ausschließlich durch das Thema KI getragen, wobei viele andere Sektoren auf Talfahrt gegangen sind. Folgende Grafik zeigt, dass nur 25% der Aktien über ihrem 50-Tage-Durchschnitt liegen und nur 45% über dem 200-Tage-Durchschnitt. Solch schlechte Werte gibt es eigentlich nur bei einem Börsenrückgang.
  • Das lässt sich in 2 Richtungen interpretieren: Crashpropheten nutzen dieses Argument, um vor einem bevorstehenden Crash zu warnen; man kann es aber auch in die andere Richtung argumentieren, dass eine Partizipation der zurückgebliebenen Titel für die nächste Aufwärtsbewegung sorgen könnte.
  • Analysten erwarten laut FactSet für das dritte Quartal 2026 rund 29 % mehr Gewinn bei den Unternehmen im S&P 500 als ein Jahr zuvor. Für das Gesamtjahr erwarten sie +32 %, für 2027 +15 %. Das sind sehr starke Gewinnentwicklungen. Fundamental sind viele Aktien dadurch sogar günstiger bewertet als noch im Juni. (KGV sank von 20,4 im Juni auf 19,2; der Zehnjahresdurchschnitt liegt bei 19,0).
  • Risiko Zinsen: Die Renditen von US-Staatsanleihen sind zuletzt stetig gestiegen. 10-jährige US-Staatsanleihen liegen zuletzt bei über 5,20%. Das kann Anleihen gegenüber Aktien attraktiver machen, während hohe Zinsen Unternehmen und Haushalte belasten.
  • Risiko KI: Ein großer Teil des US-Wachstums hängt an Ausgaben für KI. Bisher ist noch keine Verlangsamung von Investitionen in Sicht. Eine bewusste Verlangsamung oder auch kostengünstige chinesische KI-Modelle stellen ein Risiko dar.
  • Risiko Energie und Politik: Der Konflikt USA-Iran ist nach wie vor nicht gelöst. Zuletzt hat der Ölpreis jedoch etwas nachgegeben, da die Öltransportquoten aus dem Nahen Osten den höchsten Stand seit Konfliktbeginn erreicht haben.
  • Ende September sahen Prognosemärkte höhere Chancen für Wahlerfolge der Demokraten bei den US-Kongresswahlen. Das könnte Donald Trumps politischen Handlungsspielraum etwas einschränken. Die Kapitalmärkte könnten dies kurzfristig negativ bewerten, da die Republikaner als marktliberaler gelten. Zudem setzen sich die Demokraten im Wahlkampf für eine stärkere Regulierung künstlicher Intelligenz ein.

Geldpolitik

  • Die US-Notenbank Fed erhöhte ihren Leitzins am 16. September um 0,25 Prozentpunkte auf eine Spanne von 3,75 bis 4,00 %. Alle zwölf stimmberechtigten Mitglieder stimmten zu. Es war die erste Erhöhung seit Juli 2023. Die Fed begründete sie mit der weiterhin zu hohen Inflation.
  • Fed-Chef Kevin Warsh machte keine feste Zusage über künftige Zinsschritte. Im September erwarteten 16 von 18 Fed-Mitgliedern mindestens eine weitere Erhöhung im Jahr 2026. Die Wahrscheinlichkeit einer Erhöhung bei der Sitzung Ende Oktober liegt bei ca. 45% und schwankt sehr stark mit dem Ölpreis.
  • Die Europäische Zentralbank erhöhte den Einlagesatz am 10. September um 0,25 Prozentpunkte auf 2,50 %. Sie erwartet für 2026 eine Inflation von 3,0 %, für 2027 von 2,5 % und für 2028 von 2,1 %. Ihre Wachstumsprognose für 2026 beträgt 0,9 %. Deutsche Bauzinsen lagen bei rund 4,2 %.
  • Die Bank of Japan erhöhte ihren Leitzins am 18. September auf 1,25 %, den höchsten Stand seit 1995. Der Yen blieb schwach.
  • Die Bank of England ließ ihren Leitzins bei 3,75 %, die Schweizer Nationalbank bei 0,00 %. Die britische Inflation lag im August bei 3,1 %.

Liquidität

  • Diverse Börsengänge wurden zuletzt wegen der „unsicheren Börsenphase“ verschoben.
  • Anthropic hat seinen geplanten Börsengang von Oktober auf November verschoben. Angestrebt wird eine Unternehmensbewertung von rund 2 Bio. USD. In einem Entwurf des Börsenprospekts warnt das Unternehmen zudem, dass fortgeschrittene KI „katastrophale oder existenzielle Risiken für die Menschheit“ bergen könnte.
  • OpenAI hat nach den Diskussionen um eine Verlangsamung der KI-Entwicklung seinen Börsengang auf 2027 verschoben.
  • Unternehmen nahmen 2026 bis September rund 490 Mrd. USD durch Anleihen für KI-Vorhaben auf; 2025 waren es im ganzen Jahr rund 322 Mrd. USD. Das erhöht die Abhängigkeit der Branche von künftigen KI-Einnahmen und tragbaren Zinskosten.
  • Moody’s warnte im Juli, dass die außergewöhnlich hohen KI-Ausgaben die Kreditwürdigkeit großer Technologiekonzerne belasten könnten. Zusätzlich bestehen Verpflichtungen aus Mietverträgen, Abnahmeverträgen und Garantien von zusammen etwa 2,8 bis 3,1 Bio. USD bei fünf großen Unternehmen.
  • Die US-Staatsschulden überschritten im August 40 Bio. USD. Die jährlichen Zinskosten liegen bei rund 1 Bio. USD und entsprechen etwa einem Fünftel der Staatseinnahmen. Das Finanzministerium erhöhte die Rückkäufe länger laufender Staatsanleihen; bisher war die Wirkung begrenzt.

Anleihen / Zinsen

  • Die Rendite zehnjähriger US-Staatsanleihen stieg im dritten Quartal stark an von etwa 4,40 % auf rund 5,2 %.
  • Zweijährige US-Staatsanleihen erhöhten sich zuletzt auf rund 4,9 % Rendite.
  • Treiber waren der hohe Ölpreis, viele neue Staats- und Unternehmensanleihen und Sorgen über US-Haushaltsdefizite. Experten sehen die Angst vor dauerhaft hohen Defiziten als wichtigen Grund für den Renditeanstieg.
  • Der durchschnittliche US-Hypothekenzins für 30 Jahre stieg laut Freddie Mac von 6,43 % Anfang Juli auf 7,03 % am 24. September. Gleichzeitig wuchs das Angebot unverkaufter Häuser.

Auch die Renditen deutscher Staatsanleihen sind deutlich gestiegen.

2-jährige notieren bei rund 3,2% (nach 2,70% Anfang Juli)

10-jährige notieren bei rund 3,56% (nach 3% Anfang Juli).

Inflation und Zölle

US-Inflation:

  • Die US-Verbraucherpreise stiegen im August um 3,4 % gegenüber dem Vorjahr, nach 4,2 % im Mai. Die Inflation ohne Lebensmittel und Energie („Kerninflation“) lag im August bei 2,4 %. Gegenüber Juli stiegen die Kernpreise allerdings um 0,3 % und damit stärker als erwartet.
  • Energie verteuerte sich gegenüber dem Vorjahr um 16,3 %, Benzin um 27,4 %. Die Wohnkosten stiegen um 3,0 %. Eine Einschätzung sieht Öl als Haupttreiber der Inflation und erwartet von Löhnen und Immobilien eher weniger Preisdruck.
  • Die USA ersetzten im Juli auslaufende Sonderzölle durch neue Zölle von 10 bis 12,5 % auf Waren aus 60 Volkswirtschaften. Weitere Zölle auf Arzneimittel und Medizintechnik traten stufenweise in Kraft. Die USA und China vereinbarten im September begrenzte gegenseitige Zollsenkungen, aber keine umfassende Lösung.

Zukünftige Inflationserwartung in den USA (Michigan 5-Year Inflation Expectations) bezogen auf die nächsten 5 Jahre ist im September leicht auf 3,4 % gestiegen. Für die kommenden zwölf Monate stieg die erwartete Inflation von 4,0 auf 4,6 %.

Die Inflation in Europa stieg im August auf 3,2 % zum Vorjahr, nach 2,8 % im Juni und 2,9 % im Juli. In Deutschland lag die Inflation im August bei 2,9 %.

Die US-Arbeitslosenzahlen sind im vergangenen Quartal überraschend auf 4,10% gesunken. Das zeigt die Stärke und Resilienz des US-Arbeitsmarktes.

Konjunktur

Das Bruttoinlandsprodukt in den USA ist im zweiten Quartal mit einer auf das Jahr hochgerechneten Rate von 1,5 % gewachsen, nach 2,1 % im ersten Quartal.

Ein laufend aktualisiertes Modell der Notenbank von Atlanta zeigte für das dritte Quartal dagegen rund 5 % an.

  • Dabei tragen KI-Investitionen fast die Hälfte zum US-Wachstum bei. Gleichzeitig belasten Zahlungsausfälle bei Auto- und Kreditkartenkrediten die Aussichten für den Konsum. Vor allem Haushalte mit hohen Einkommen steigerten ihre Ausgaben.

Der ISM Einkaufsmanagerindex (PMI) für das verarbeitende Gewerbe in den USA lag im August bei 54,6, nach 55,6 im Juli. Werte über 50 deuten auf Wachstum der befragten Industrieunternehmen hin.

Das US-Verbrauchervertrauen fiel in der Umfrage der Universität Michigan von 55,2 im Juli auf 48,1 im September.

Deutscher Industrie Einkaufsmanagerindex lag im September bei robusten 53,8. (über 50 = Wachstum).

Der IFO-Geschäftsklimaindex stieg ebenfalls von 86,6 im Juli auf 89,9 im September. Einkaufsmanagerindex und ifo-Geschäftsklima deuten beide auf eine Verbesserung hin.

  • Die deutsche Wirtschaft wuchs im zweiten Quartal um 0,3 % gegenüber dem Vorquartal.
  • Deutschlands Autoindustrie bleibt unter Druck. Volkswagen senkte seine Renditeprognose für 2026 auf rund 1 %, kündigte hohe Abschreibungen und einen Stellenabbau an.
  • Hohe Energiepreise belasten Konsum und Gastgewerbe.

Der China Industrie Einkaufsmanagerindex (RatingDog/S&P Global) lag im August bei 51,5 und zeigte damit leichtes Wachstum; der amtliche Index (NBS) lag bei 49,8 und damit knapp unter der Schwelle von 50. Chinas Wirtschaft wuchs im zweiten Quartal um 4,3 % zum Vorjahr. Einzelhandel und Investitionen blieben schwach.

  • Südkoreas Chip- und KI-Sektor wächst stark, der private Konsum wesentlich langsamer.

 

US-Unternehmensergebnisse

Folgende Grafik zeigt die Gewinne je Aktie im S&P 500 nach Kalenderjahren seit 2016 (+ Prognose für 2026 und 2027). (Quelle: FactSet Earnings Insight, 25.09.2026)

  • Die Unternehmen im S&P 500 erzielten im zweiten Quartal 52 % mehr Gewinn und 15,5 % mehr Umsatz als ein Jahr zuvor. 86 % übertrafen die Gewinnerwartungen. Vor der Berichtssaison waren Analysten von 23 % Gewinnwachstum ausgegangen.
  • Einmaleffekte erklären einen erheblichen Teil des Gewinnsprungs. Ohne US-Zollrückzahlungen sowie Bewertungsgewinne auf Beteiligungen bei Alphabet und Amazon lag das Wachstum bei rund 34 %.
  • Die sieben größten US-Technologiekonzerne steigerten ihre Gewinne zusammen um 118 %, die übrigen 493 Unternehmen um 32 %.
  • Für das Gesamtjahr 2026 werden rund 32 % Gewinnwachstum erwartet, für 2027 rund 15 %. Das Verhältnis des S&P-500-Kurses zu den erwarteten Gewinnen lag bei 19,2.
  • Nvidia meldete im August für sein jüngstes Quartal 96,2 Mrd. USD Umsatz, 106 % mehr als ein Jahr zuvor. Davon entfielen 89,0 Mrd. USD auf das Geschäft mit Rechenzentren.

Entwicklungen im KI-Sektor

  • Im September forderte Anthropic-Chef Dario Amodei, die Entwicklung besonders leistungsfähiger KI zu verlangsamen, um mehr Zeit für Sicherheitsforschung zu gewinnen. Sam Altman (OpenAI) und Elon Musk unterstützten den Vorschlag, Donald Trump und Jensen Huang (NVDA) lehnten ihn mit Verweis auf den Wettbewerb mit China ab. KI- und Chipaktien gerieten kurzzeitig unter Druck. Der Vorschlag galt später als weitgehend vom Tisch.
  • Die größten US-Anbieter von Cloud- und Rechenzentrumsleistungen planen für 2026 zusammen Investitionen von etwa 725 bis 750 Mrd. USD, vor allem für KI-Infrastruktur. Für 2027 werden mehr als 1 Bio. USD erwartet.
  • Es bleibt offen, wie viel Gewinn diese Investitionen bringen. Die Gewinnspannen bei KI-Angeboten könnten niedriger sein als bei herkömmlicher Software.
  • Speicherchips, spezielle Trägerplatten für Chips und optische Datenverbindungen werden zunehmend wichtig. Die Preise für Speicherchips stiegen im zweiten Quartal kräftig. Das half Herstellern wie SK Hynix, Samsung und Micron.

 

Gold / Silber

  • Gold stieg von etwa 4.025 USD je Feinunze Anfang Juli auf rund 4.630 USD Ende August. Nach der US-Zinserhöhung, steigenden Anleiherenditen und einem stärkeren Dollar fiel der Preis auf etwa 4.230 USD zurück.
  • Silber erholte sich von einem Tief bei 58,55 USD Mitte Juli auf etwa 62 USD.

Entwicklung seit Jahresbeginn:

                                   Gold:   aktuell ca. 4.230 USD            ca. -2,48% (in USD) seit Jahresbeginn

                                   Silber:  aktuell ca. 61,68 USD          ca. -11,97% (in USD) seit Jahresbeginn

Rohstoffe / Öl

WTI Crude Oil: ca. 89,46 USD (ca. +56% in 2026)

  • Öl wurde im dritten Quartal deutlich teurer. Ein Barrel (WTI) stieg von 68 USD Anfang Juli auf 107 USD Mitte September. Danach ist der Preis etwas gesunken auf aktuell ca. 89 USD.
  • Grund für die Senkung ist zuletzt etwas gestiegener Schiffsverkehr durch die Straße von Hormus.
  • Der Verlauf des Iran-Konflikts wird erheblichen Einfluss auf den weiteren Ölpreisverlauf haben.

Währungen

US-Dollar

  • Nach einem Rückgang im Juli und August war der US-Dollar-Index (Korb aus: 57,6% EUR, 13,6% JPY, 11,9% GBP, 9,1% CAD, 4,2% SEK, 3,6% CHF) zuletzt wieder sehr fest und notiert aktuell nahe Jahreshöchstständen. (+3,07% seit Jahresbeginn)

EURO / USD

1,14 USD (ca. -3,40% seit Jahresbeginn)

Der Euro entwickelte sich invers zum US-Dollar. Er sank im September zurück auf das Niveau von Anfang Juli.

USD / JPY

Ein US-Dollar kostete rund 158 Yen. Trotz eines gemeinsamen Eingriffs der USA und Japans am Devisenmarkt Anfang August blieb der Yen schwach. Anleger konnten weiterhin von der Differenz zwischen niedrigen japanischen und höheren ausländischen Zinsen profitieren.

Kryptowährungen / Blockchain Technologie

Bitcoin (BTC):               ca. 83.065,- USD (ca. -5% seit Jahresbeginn)

Ethereum (ETH):             ca. 2.666,- USD (ca. -10% seit Jahresbeginn)

  • Bitcoin und Ethereum konnten sich im vergangenen Quartal stark erholen.
  • Ein Gesetz zur Regelung des US-Kryptomarkts („CLARITY Act“) scheiterte im September knapp im Senat.
  • Die Digitalisierung von Vermögenswerten schreitet voran, und immer mehr Banken nutzen dafür Blockchain-Technologie.

Stimmung / Sentiment

  • Der CNN Fear & Greed Index liegt bei 34 von 100 Punkten und damit im Bereich „Angst“.

Hier der zeitliche Verlauf über die letzten 12 Monate. Ende Juni hatte der Index bei 27 Punkten gelegen. Zwischenzeitlich stieg er im August bis auf 64 Punkte („Gier“), bevor er im September wieder sank.

Fazit

Die Aktienmärkte legten im dritten Quartal trotz größerer Schwankungen zu. Starke Unternehmensgewinne und hohe Investitionen in künstliche Intelligenz stützten die Kurse.

Die Fed, die EZB und die Bank of Japan erhöhten die Zinsen. Höhere Anleihe- und Hypothekenzinsen belasten Aktien und Immobilien. Anlegern bieten Anleihen dafür wieder höhere laufende Erträge.

Hohe Öl-, Diesel- und Gaspreise bleiben ein Risiko. Besonders Europa und die deutsche Industrie sind von teurer Energie betroffen.

Die US-Wirtschaft zeigt zwei Seiten: hohen Investitionen in KI stehen ein schwächeres Verbrauchervertrauen und Risiken am Immobilienmarkt gegenüber.

Im Oktober und vor den US-Zwischenwahlen könnten die Märkte stärker schwanken. Große Börsengänge, zusätzliche Aktienverkäufe und kreditfinanzierte Anlagen können Kursbewegungen verstärken.

Sollten sich stark gefallene Branchen erholen, könnte das den Aktienmärkten weiteren Auftrieb geben. Zugleich unterscheiden sich die Bewertungen der einzelnen Aktiensegmente erheblich.

Eine breite Streuung der Anlagen und ein Blick auf mögliche Klumpenrisiken im Portfolio bleiben daher sinnvoll. Für Anleger mit ausgewogenem Risikoprofil können die wieder attraktiveren Anleihezinsen ein Anlass sein, beim Rebalancing den Anleihenanteil etwas zu erhöhen.

Ich wünsche Ihnen ein gutes letztes Quartal.

Es grüßt Sie herzlich

Ihr Bijan Kholghi

Dieser Marktbericht stelle keine individuelle Anlageberatung dar, sondern dient ausschließlich Entertainment & Informationszwecken. Für eine individuelle Anlageberatung wenden Sie sich bitte persönlich an mich unter info@finanzcoach.org .

Bijan Kholghi ist Certified Financial Planner (CFP©) & Honorar-Finanzanlagenberater.
Er betreut und berät vermögende Privatkund*innen, Unternehmer*innen und Stiftungen in allen Vermögensfragen – von der strategischen Vermögensstrukturierung über Kapitalmarktanlagen bis zur Einbindung steuerlicher, rechtlicher und nachfolgebezogener Aspekte.
Seit über 24 Jahren steht er für unabhängige, transparente Beratung mit klarem Fokus auf die Interessen seiner Mandant*innen.
Das sagen Kund*innen über Bijan Kholghi: Google Bewertungen