Risikoprofil Geldanlage – So ermitteln Sie Ihr Risikoprofil richtig

Risikoprofil Geldanlage: Wie viel Risiko können und wollen Sie bei der Geldanlage eingehen?

Diese Frage ist entscheidend für Ihren langfristigen Anlageerfolg. Denn wer sein persönliches Risikoprofil kennt, kann gezielt in passende Anlageprodukte investieren – und schläft auch in turbulenten Börsenzeiten noch ruhig.

In diesem Ratgeber erfahren Sie, wie Sie Ihr individuelles Risikoprofil ermitteln, welche Rendite bei welcher Risikobereitschaft realistisch ist und wie Sie typische Fehler vermeiden.

Das Wichtigste in Kürze

  • Ihr Risikoprofil setzt sich aus Ihrer objektiven Risikotoleranz (finanzielle Situation) und Ihrer subjektiven Risikobereitschaft (emotionale Belastbarkeit) zusammen.
  • Höhere Renditen erfordern höhere Schwankungstoleranz – es gibt keine hohe Rendite ohne entsprechendes Risiko.
  • Die 7 Risikoklassen reichen von sehr sicherheitsorientiert (Klasse 1) bis spekulativ (Klasse 7) – jede Klasse hat ein typisches Portfolio mit entsprechender Rendite- und Schwankungserwartung.
  • Bei der Anlageberatung bestimmt Ihre gewählte Risikoklasse, welche Produkte Ihnen empfohlen werden dürfen – wählen Sie zu konservativ, schliessen Sie renditestarke Anlagen aus.
  • Nutzen Sie unseren Online-Risikofragebogen, um Ihr persönliches Risikoprofil kostenlos zu ermitteln.

Risikoprofil bei der Anlageberatung

Wenn Sie eine Bank oder einen Finanzberater aufsuchen, werden Sie zunächst nach Ihrer Risikobereitschaft gefragt. Das ist keine Formalität, sondern gesetzlich vorgeschrieben: Nach dem Wertpapierhandelsgesetz (WpHG) müssen Finanzdienstleister prüfen, ob eine Anlageempfehlung für Sie geeignet ist.

Wichtig zu wissen: Die von Ihnen angegebene Risikoklasse begrenzt das Anlageuniversum, aus dem Ihr Berater Empfehlungen aussprechen darf. Geben Sie beispielsweise Risikoklasse 3 (konservativ) an, darf Ihnen der Berater keine Aktien-ETFs empfehlen – denn diese fallen in Risikoklasse 4 oder höher.

Diese Einschränkung gilt absolut: Der Berater darf Ihnen auch nicht nur einen kleinen Teil in Aktien-ETFs empfehlen, wenn Ihre dokumentierte Risikoklasse dies nicht zulässt. Die Anlageempfehlung muss vollständig innerhalb Ihrer Risikoklasse bleiben.

Das bedeutet konkret: Wählen Sie Ihre Risikoklasse bei der Anlageberatung bewusst und nicht zu konservativ. Wer aus Vorsicht Risikoklasse 2 angibt, obwohl die finanzielle Situation und der Anlagehorizont auch Risikoklasse 4 zulassen würden, schliesst sich selbst von renditestarken Anlageoptionen aus.

Gleichzeitig sollten Sie Ihre Risikobereitschaft nicht überschätzen: Lassen Sie sich in eine höhere Risikoklasse einstufen als Sie tatsächlich verkraften können, drohen Panikverkäufe im nächsten Börsencrash – mit entsprechenden Verlusten.

Lesen Sie dazu auch: Risikoklassen Geldanlage – vollständiger Leitfaden für Anleger

Was ist ein Risikoprofil bei der Geldanlage?

Ihr Risikoprofil beschreibt, wie viel Risiko Sie bei der Geldanlage eingehen können und wollen. Es setzt sich aus zwei Komponenten zusammen:

Risikotoleranz (objektiv): Wie viel Risiko können Sie sich finanziell leisten? Diese Frage beantwortet sich durch Ihre Lebensumstände: Anlagehorizont, Einkommen, Vermögen, bestehende Schulden und finanzielle Verpflichtungen.

Risikobereitschaft (subjektiv): Wie viel Risiko wollen Sie emotional ertragen? Hier geht es um Ihre persönliche Einstellung zu Schwankungen und möglichen Verlusten.

Ihr tatsächliches Risikoprofil ergibt sich aus dem niedrigeren Wert beider Komponenten. Wer finanziell viel Risiko eingehen könnte, aber emotional bei jedem Kursrückgang nervös wird, sollte konservativer anlegen – und umgekehrt.

Rendite und Risiko – der untrennbare Zusammenhang

Eine der wichtigsten Grundregeln der Geldanlage lautet:

Höhere Rendite gibt es nur bei höherem Risiko.

Wer sein Geld auf dem Tagesgeldkonto lässt, geht praktisch kein Risiko ein – muss aber auch mit minimalen Zinsen leben, die oft nicht einmal die Inflation ausgleichen.

Lesen Sie dazu auch unseren Artikel: Inflation – Mit Sachwerten vor Geldentwertung schützen

Umgekehrt können Aktien-ETFs langfristig attraktive Renditen von 6-7% pro Jahr erzielen – allerdings mit Schwankungen von 15-40% in einzelnen Jahren. Die Frage ist also nicht, ob Sie Risiko eingehen wollen, sondern wie viel Risiko Sie für Ihre gewünschte Rendite akzeptieren müssen.

Die folgende Übersicht zeigt den Zusammenhang zwischen Renditeziel und erforderlicher Schwankungsbereitschaft:

RisikoklasseBezeichnungRenditezielSchwankung
1Sehr sicherheitsorientiertca. 1% p.a.ca. 0%
2Sicherheitsorientiertca. 2% p.a.ca. 2%
3Konservativca. 3% p.a.ca. 6%
4Ausgewogenca. 4% p.a.ca. 15%
5Erhöhte Risikobereitschaftca. 5% p.a.ca. 25%
6Offensivca. 6% p.a.ca. 35%
7Spekulativca. 7% p.a.ca. 40%

Hinweis: Die angegebenen Schwankungswerte sind Durchschnittswerte auf Basis historischer Daten. Zukünftige Schwankungen können auch höher ausfallen. In Krisenzeiten wie den Finanzkrisen 2000 und 2008 oder dem Corona-Crash 2020 waren deutlich stärkere Einbrüche zu beobachten.

Die 7 Beispielportfolios im Überblick

Um Ihnen ein Gefühl für die verschiedenen Risikoklassen zu geben, haben wir sieben Beispielportfolios zusammengestellt. Jedes Portfolio zeigt eine typische Aufteilung zwischen verschiedenen Anlageklassen – von Bargeld über Anleihen bis hin zu Aktien und Gold.

Risikoklasse 1 – Sehr sicherheitsorientiert

Schwankung / Volatilität: ca. 0%

Erwartete Rendite: ca. 1% p.a.

Zusammensetzung: 50% Bargeld, 50% Tages-/Festgeld

Dieses Portfolio eignet sich für Anleger, die absolut keine Schwankungen tolerieren können oder deren Anlagehorizont sehr kurz ist. Der Nachteil: Die Rendite liegt typischerweise unter der Inflationsrate, sodass die Kaufkraft langfristig sinkt.

Risikoklasse 2 – Sicherheitsorientiert

Schwankung / Volatilität: ca. 2%

Erwartete Rendite: ca. 1,9% p.a.

Zusammensetzung: 20% Bargeld, 50% Tages-/Festgeld, 30% Anleihen

Mit einem kleinen Anteil Anleihen erhöht sich die Renditeerwartung leicht, während das Risiko minimal bleibt. Geeignet für sehr sicherheitsbewusste Anleger mit mittelfristigem Horizont.

Risikoklasse 3 – Konservativ

Schwankung / Volatilität: ca. 4%

Erwartete Rendite: ca. 2,5% p.a.

Zusammensetzung: 10% Bargeld, 20% Tages-/Festgeld, 70% Anleihen

Der Schwerpunkt liegt auf Anleihen, die regelmäßige Zinszahlungen bieten. Dieses Portfolio kann die Inflation in den meisten Jahren ausgleichen, bietet aber kaum realen Vermögenszuwachs.

Risikoklasse 4 – Ausgewogen

Schwankung / Volatilität: ca. 19%

Erwartete Rendite: ca. 4,5% p.a.

Zusammensetzung: 10% Tages-/Festgeld, 50% Anleihen, 40% Aktien

Hier kommen erstmals Aktien ins Portfolio. Die Mischung aus Anleihen und Aktien sorgt für ein ausgewogenes Verhältnis zwischen Sicherheit und Renditechance. Dieses Profil eignet sich für Anleger mit mittlerem Anlagehorizont (7-10 Jahre).

Risikoklasse 5 – Erhöhte Risikobereitschaft

Schwankung / Volatilität: ca. 27%

Erwartete Rendite: ca. 5,25% p.a.

Zusammensetzung: 40% Anleihen, 55% Aktien, 5% Gold

Der Aktienanteil überwiegt nun deutlich. Gold dient als zusätzliche Diversifikation. Anleger müssen temporäre Verluste von 25-30% verkraften können. Empfohlen wird ein Anlagehorizont von mindestens 10 Jahren.

Risikoklasse 6 – Offensiv

Schwankung / Volatilität: ca. 38%

Erwartete Rendite: ca. 6,6% p.a.

Zusammensetzung: 20% Anleihen, 80% Aktien, 10% Gold

Ein offensives Portfolio mit hohem Aktienanteil. Die Schwankungen können erheblich sein – in Krisenzeiten sind temporäre Verluste von 40% oder mehr möglich. Nur für erfahrene Anleger mit langem Horizont (15+ Jahre) geeignet.

Risikoklasse 7 – Spekulativ

Schwankung / Volatilität: ca. 40%

Erwartete Rendite: ca. 7% p.a.

Zusammensetzung: 100% Aktien

Das reine Aktienportfolio bietet die höchsten Renditechancen, aber auch die stärksten Schwankungen. Anleger müssen bereit sein, auch Verluste von 50% oder mehr vorübergehend zu ertragen. Dieses Profil ist nur für risikobereite Anleger mit sehr langem Anlagehorizont (20+ Jahre) und starken Nerven geeignet.

*Hinweis – Fussnote

*Die angegebenen Schwankungswerte sind Durchschnittswerte auf Basis historischer Daten. Zukünftige Schwankungen können auch höher ausfallen. In Krisenzeiten wie den Finanzkrisen 2000 und 2008 oder dem Corona-Crash 2020 waren deutlich stärkere Einbrüche zu beobachten.

Hinweis zu den Beispiel-Portfolios

Die dargestellten Beispielportfolios sind bewusste Vereinfachungen, um den Zusammenhang zwischen Risiko und Rendite möglichst verständlich zu erklären. In der realen Anlagepraxis ist die Konstruktion eines passenden Portfolios deutlich komplexer.

Wichtig zu wissen: Bereits innerhalb der Anlageklasse „Aktien“ existiert eine große Bandbreite unterschiedlicher Risikokategorien. Ein defensiver, globaler Dividenden-ETF fällt beispielsweise in Risikoklasse 4, während ein ETF auf chinesische Technologieaktien eher Risikoklasse 5 entspricht. Noch spekulativer sind Themen-ETFs wie Blockchain-Technologie-Aktien, die in Risikoklasse 6 einzuordnen sind.

Darüber hinaus umfasst das Spektrum der risikobehafteten Anlagen weit mehr als nur Aktien und Gold. Zu den weiteren Anlageklassen mit erhöhtem Risikopotenzial zählen unter anderem:

  • Private Equity
  • Infrastrukturinvestments
  • Kryptowährungen
  • Rohstoffe
  • Unternehmensbeteiligungen
  • Währungen
  • etc.

Die Beispielportfolios dienen daher als Orientierungshilfe, um ein grundsätzliches Gefühl für die verschiedenen Risikoklassen zu entwickeln. Für die individuelle Portfoliokonstruktion empfehlen wir eine ausführliche Beratung oder eine tiefergehende Beschäftigung mit den einzelnen Anlageklassen.

Wie wirkt sich ein Börsencrash auf Ihr Portfolio aus?

Risikoprofil Geldanlage: Eine der wichtigsten Fragen bei der Wahl Ihres Risikoprofils ist:

Wie viel Verlust können Sie emotional und finanziell verkraften?

Die folgende Tabelle zeigt, wie sich verschiedene Börseneinbrüche auf Ihr Gesamtportfolio auswirken – abhängig von Ihrem Aktienanteil.

Bildbeschreibung: Die Matrix zeigt, wie sich ein Kurseinbruch an der Börse auf Ihr Gesamtportfolio auswirkt. In den Zeilen sehen Sie verschiedene Crash-Szenarien (-10% bis -50%), in den Spalten den risikobehafteten Anteil Ihres Portfolios (10% bis 100%). Die Farben reichen von Grün (geringer Gesamtverlust) bis Rot (hoher Gesamtverlust).

Das bedeutet konkret:

  • Bei einem Börsencrash von -30% verliert ein Portfolio mit 50% Aktienanteil nur -15% seines Gesamtwerts.
  • Das gleiche Crash-Szenario führt bei 100% Aktienanteil zu einem Verlust von -30%.
  • Bei einem extremen Crash von -50% (wie in der Finanzkrise 2008) verliert ein reines Aktienportfolio die Hälfte seines Werts, während ein 30%-Aktien-Portfolio nur -15% verliert.

Diese Berechnung zeigt eindrucksvoll, warum die richtige Mischung aus risikobehafteten und risikoarmen Anlagen so wichtig ist. Je niedriger Ihr Aktienanteil, desto weniger spüren Sie Börsencrashs – aber desto geringer ist auch Ihre langfristige Renditeerwartung.

So ermitteln Sie Ihr persönliches Risikoprofil

Die Ermittlung Ihres Risikoprofils erfolgt in drei Schritten:

  1. Zunächst prüfen Sie Ihre objektive Risikotoleranz,
  2. dann Ihre subjektive Risikobereitschaft.
  3. Abschliessend führen Sie beide Ergebnisse zusammen.

Schritt 1 – Ihre objektive Risikotoleranz prüfen

Ihre Risikotoleranz beschreibt, wie viel Risiko Sie sich finanziell leisten können. Sie hängt von Ihren persönlichen Lebensumständen ab:

  • Anlagehorizont: Wie lange können Sie auf das Geld verzichten? Je länger, desto mehr Risiko ist möglich. Unter 5 Jahren: kurz, 5-10 Jahre: mittel, über 10 Jahre: lang.
  • Finanzielle Situation: Wie hoch ist Ihr Einkommen? Haben Sie Rücklagen? Ein stabiles, hohes Einkommen erhöht Ihre Risikotoleranz.
  • Bestehende Schulden: Haben Sie Kredite oder eine Baufinanzierung? Schulden reduzieren Ihre Risikotoleranz erheblich.
  • Geplante Ausgaben: Erwarten Sie in den nächsten Jahren grössere Anschaffungen oder Kapitalbewegungen? Falls ja, sollten Sie konservativer anlegen.
  • Berufliche Situation: Ist Ihr Job sicher? Beamte und Angestellte im öffentlichen Dienst können oft mehr Risiko eingehen als Selbstständige mit schwankenden Einkünften.

Schritt 2 – Ihre subjektive Risikobereitschaft ermitteln

Ihre Risikobereitschaft beschreibt, wie viel Risiko Sie emotional ertragen können. Stellen Sie sich folgende Fragen:

  • Was bedeutet Risiko für Sie? Sehen Sie es als Gefahr, Unsicherheit, Chance oder sogar Nervenkitzel?
  • Wie würden Sie reagieren, wenn Ihr Portfolio 30% verliert? Würden Sie panisch verkaufen, ruhig bleiben oder sogar nachkaufen?
  • Welche Wertschwankung würde Sie unruhig werden lassen? -10%, -20%, -30% oder erst bei -40% und mehr?
  • Was wäre für Sie emotional unangenehmer? Ein kurzfristiger Kursverlust oder ein langfristiger Kaufkraftverlust durch Inflation?
  • Wie reagieren Sie auf negative Wirtschaftsnachrichten? Mit Panik, Besorgnis, Gelassenheit oder sehen Sie darin sogar Kaufgelegenheiten?

Wichtig zu wissen: Viele Menschen überschätzen ihre Risikobereitschaft, solange die Börsen steigen. Erst wenn die Kurse tatsächlich fallen, zeigt sich, wie viel Risiko Sie wirklich verkraften können.

Schritt 3 – Risikoprofil und Portfolio zusammenführen

Ihr endgültiges Risikoprofil ergibt sich aus dem niedrigeren Wert von Risikotoleranz und Risikobereitschaft. Zwei Beispiele:

Beispiel 1: Sie haben eine hohe Risikotoleranz (langjähriger Anlagehorizont, sicherer Job, keine Schulden), aber eine niedrige Risikobereitschaft (Sie können bei Kursverlusten nicht ruhig schlafen). Ihr Risikoprofil ist niedrig, da die emotionale Komponente überwiegt.

Beispiel 2: Sie sind risikobereit und würden auch 40% Verlust aussitzen, haben aber hohe Schulden und einen unsicheren Job. Ihr Risikoprofil ist ebenfalls niedrig, da Ihre finanzielle Situation kein hohes Risiko zulässt.

Unser Tipp: Nutzen Sie unseren Online-Risikofragebogen, um Ihr persönliches Risikoprofil strukturiert zu ermitteln. Der Fragebogen führt Sie durch alle relevanten Fragen.

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Typische Fehler bei der Risikoprofilermittlung

Bei der Einschätzung des eigenen Risikoprofils machen viele Anleger typische Fehler. Vermeiden Sie diese Fallstricke:

  • Überschätzung der eigenen Risikobereitschaft: In Börsenhochphasen fühlen sich viele Anleger mutiger, als sie es tatsächlich sind. Erst im nächsten Crash zeigt sich die wahre Schmerzgrenze.
  • Unterschätzung des Anlagehorizonts: Wer für die Altersvorsorge spart und noch 20+ Jahre Zeit hat, kann deutlich mehr Risiko eingehen als oft angenommen.
  • Nur auf die Rendite schauen: Hohe Renditeerwartungen sind verlockend, aber ohne Blick auf die damit verbundenen Schwankungen führt dies zu bösen Überraschungen.
  • Zu konservative Einstufung bei der Anlageberatung: Wer aus übertriebener Vorsicht eine zu niedrige Risikoklasse angibt, schliesst sich von renditestarken Produkten aus.
  • Keine regelmässige Überprüfung: Lebensumstände ändern sich – Ihr Risikoprofil sollte sich mit ihnen entwickeln.

Häufige Fragen zum Risikoprofil Geldanlage (FAQ)

Kann sich mein Risikoprofil Geldanlage im Laufe der Zeit ändern?

Ja, Ihr Risikoprofil Geldanlage ist nicht statisch. Es kann sich durch veränderte Lebensumstände ändern: Eine Gehaltserhöhung, der Abbau von Schulden oder eine Familiengründung beeinflussen sowohl Ihre Risikotoleranz als auch Ihre Risikobereitschaft. Wir empfehlen, Ihr Risikoprofil mindestens alle 2-3 Jahre zu überprüfen oder bei grösseren Veränderungen im Leben.

Was ist der Unterschied zwischen Risikotoleranz und Risikobereitschaft?

Die Risikotoleranz beschreibt, wie viel Risiko Sie sich objektiv leisten können (basierend auf finanziellen Fakten). Die Risikobereitschaft beschreibt, wie viel Risiko Sie subjektiv ertragen wollen (basierend auf Ihrer emotionalen Belastbarkeit). Beide Faktoren zusammen ergeben Ihr Risikoprofil.

Welches Risikoprofil eignet sich für Anfänger?

Für Einsteiger empfehlen wir, mit einem ausgewogenen Profil (Risikoklasse 3-4) zu starten. So können Sie erste Erfahrungen mit Kursschwankungen sammeln, ohne zu viel zu riskieren. Mit wachsender Erfahrung und besserem Verständnis der eigenen Reaktionen auf Marktschwankungen können Sie Ihr Profil anpassen. (Finanzfluss)

Wie oft sollte ich mein Risikoprofil überprüfen?

Risikoprofil Geldanlage: eine Überprüfung ist alle 2-5 Jahre ist sinnvoll, insbesondere wenn sich Ihre Lebensumstände geändert haben. Zusätzlich sollten Sie Ihr Risikoprofil nach grösseren Lebensereignissen (Jobwechsel, Immobilienkauf, Familienzuwachs, Erbschaft) neu bewerten. Auch nach dem ersten erlebten Börsencrash haben viele Anleger ein realistischeres Bild ihrer tatsächlichen Risikobereitschaft.

Jetzt Ihr Risikoprofil Geldanlage ermitteln: Nutzen Sie unseren kostenlosen Online-Fragebogen und finden Sie in wenigen Minuten heraus, welche Risikoklasse zu Ihnen passt.

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Bijan Kholghi ist Certified Financial Planner (CFP©) & Honorar-Finanzanlagenberater.
Seine Beratungsschwerpunkte sind Finanzcoaching, Vermögensanlagen und Kapitalmärkte,
sowie Vorsorgelösungen auf Nettobasis (ohne Provisionen).
Seit über 23 Jahren stellt er als selbständiger Berater die Interessen seiner Kunden in den Mittelpunkt seiner Beratung. Das sagen Kunden über Bijan Kholghi: Google Bewertungen