Was tun in einem Bärenmarkt? – So handeln Sie wie ein Profi.

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Was tun in einem Bärenmarkt? – So handeln Sie wie ein Profi. 2019-01-02T12:40:19+00:00

Was tun in einem Bärenmarkt? – So handeln Sie wie ein Profi.

Ein Bärenmarkt (auch französisch Baisse) ist definiert als Börsenphase in der die Kurse längere Zeit fallen.

Um unsere Verhaltensimpulse in einem Bärenmarkt, besser zu verstehen, ist es hilfreich, unsere Prozesse im Gehirn zu kennen.

Was passiert in unserem Gehirn bei einem Bärenmarkt?

Schmerzzentren werden getriggert

Mittlerweile weiß man, dass bei finanziellen Verlusten die gleichen Areale im Gehirn getriggert werden wie bei körperlichem Schmerz. Daher fällt es uns so schwer in einem Bärenmarkt temporäre Schwankungen nach unten auszuhalten.

Fluchtreflex wird aktiviert

Dies aktiviert unseren Fluchtreflex und wir möchten nichts lieber als verkaufen. Das erklärt den Herdentrieb von Privatanlegern, die im Bärenmarkt meist in Panik verkaufen und viel Geld verlieren.

Fokus auf negative Nachrichten

In diesem Angstzustand fokussiert unser Gehirn insbesondere auf negative Nachrichten, die uns in unserem Vorhaben bestärken. Da sich negative Nachrichten ohnehin besser verkaufen, findet auch von Seiten der Medien im Bärenmarkt eine einseitige negative Berichterstattung statt.

So schlimm war es noch nie

Diese Fokussierung auf Negatives lässt in uns den subjektiven Eindruck entstehen, dass es in der Vergangenheit noch nie so schlimm und ungewiss gewesen sein muss wie aktuell. Dies verstärkt unseren Wunsch zu verkaufen und zunächst von der Seitenlinie aus abwarten zu wollen.

Wunsch nach aktivem Markttiming

In der Rückschau wünschen wir uns doch nur am Höchststand, als die Kurse noch gut standen, verkauft zu haben. So hätten wir die Verluste vermeiden und jetzt wieder günstig einsteigen können.

Keine Angst im Bärenmarkt!

Gerade jetzt bin ich als Ihr Finanzcoach gefragt.

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Denn in diesen Phasen verlieren Privatanleger durch emotionales Handeln das meiste Geld.

Erfolgsstrategien der Profis

Folge der Emotion = unterdurchschnittliche Renditen

Folgen wir unseren archaischen Programmen im Gehirn, handeln wir prozyklisch und emotional.

Alle wissenschaftlichen Studien und Auswertungen zeigen, dass solch prozyklisches Handeln weit unterdurchschnittliche Renditen hervorbringt. Die meisten Privatanleger haben diese schmerzliche Erfahrung bereits selbst machen müssen.

Profis handeln nach wissenschaftlichen Erkenntnissen und wiederstehen diesen emotionalen Impulsen.

Fallende Börsen sind Kaufgelegenheiten

Börsenprofis nutzen die Angst der Privatanleger und kaufen in fallenden Börsen günstiger ein. Damit handeln Sie antizyklisch.

Wenn es im Supermarkt oder Autohaus Ihrer Wahl auf einmal 25% Preisrabatt gibt, sind Sie wahrscheinlich eher geneigt dort einzukaufen oder?

Warum also nicht an der Börse?

Den Tiefpunkt trifft man nie

Experten finden sich damit ab, dass es unrealistisch ist den Tiefpunkt einer Abwärtsbewegung zu treffen. Daher kaufen Sie sukzessive in die Abwärtsbewegung ein mit dem Wissen, dass die Kurse auch noch weiter fallen können.

Was tun bei einem Bärenmarkt

Bärenmärkte sind völlig normal

Folgende Börsenfakten helfen Ihnen hoffentlich, die Angst vor fallenden Börsen zu verlieren.

Eine Börsenkorrektur ist definiert als mindestens 10% Kursrückgang.

Seit 1900 gab es durchschnittlich jedes Jahr eine Börsenkorrektur.

Historisch hat eine Korrektur im Durchschnitt ca. 54 Tage, also weniger als 2 Monate gedauert.

Ein Bärenmarkt ist definiert als mindestens 20% Kursrückgang.

Seit 1900 gab es ca. 35 Bärenmärkte.

Das entspricht einem Crash ca. alle 3-5 Jahre.

Durchschnittlich ist der Markt bei einem Crash um ca. 33% gefallen (S&P 500). Bei einem drittel der Crashs ist der Markt über 40% gefallen.

Die Dauer eines Bärenmarktes hat dabei variiert zwischen ca. 45 Tagen und 694 Tagen also knapp 2 Jahren.

Abwärtsbewegungen passieren in der Regel sehr schnell und unvorhersehbar.

Hier eine historische Übersicht am Beispiel des S&P500.

Ein Blick zurück auf Bärenmärkte

Jahre Dauer in Tagen % Rückgang im S&P500
1946-1947 353 -23,2%
1956 – 1957 564 -19,4%
1961-1962 195 -27,1%
1966 240 -25,2%
1968-1970 543 -35,9%
1973-1974 694 -45,1%
1976-1978 525 -26,9%
1981-1982 472 -24,1%
1987 101 -33,5%
1990 87 -21,2%
1998 45 -19,3%
2000-2001 546 -36,8%
2002 200 -32,0%
2007-2009 515 -57,6%
(Robbins, Tony. Unshakeable: Your Financial Freedom Playbook (S.39). Simon & Schuster.)
Was tun bei einem Bärenmarkt

Nach jedem Winter kommt auch wieder der Frühling

Nach jedem Bärenmarkt gab es in der Vergangenheit meist sehr schnelle, starke Aufwärtsbewegungen.

Das ist der Grund warum es Investoren Legende Warren Buffet liebt in Phasen einzukaufen, wenn alle anderen Anleger voller Angst sind.

Dies ist auch der Grund, weshalb ein Verkaufen und Aussteigen während der Abwärtsbewegung so gefährlich ist und keinen Sinn macht.

Wechsel von Bären- zum Bullenmarkt

Bärenmarkt Tief Nächsten 12 Monate (S&P 500)
13. Juni 1949 42,07%
22. Oktober 1957 31,02%
26 Juni 1962 32,66%
26. Mai 1970 43,73%
3. Oktober 1974 37,96%
12. August 1982 59,40%
4. Dezembr 1987 22,40%
12. September 2001 33,73%
23. Juli 2002 17,94%
9. März 2009 69,49%
(Robbins, Tony. Unshakeable: Your Financial Freedom Playbook (S.39). Simon & Schuster.)

Stimmungslage kann sehr schnell drehen

Aktuell mag alles sehr pessimistisch aussehen und die Nachrichtenlage entsprechend negativ sein.

Bei der Geschwindigkeit mit denen Informationen heute in Sekundenbruchteilen um die ganze Welt gehen, sind allen Investoren diese negativen Nachrichten bekannt und somit in den Marktkursen bereits eingepreist.

Auch gab es historisch genügend Situationen, zum Beispiel Weltkriege, die weitaus pessimistischere Annahmen über die Zukunft ermöglicht haben.

Dennoch ist in der Vergangenheit nach einem Marktcrash stets das Stimmungsbild sehr schnell wieder in ein positiveres gekippt. Woran liegt das?

Die Börse schaut nicht auf das was heute passiert, sondern auf ein mögliches Morgen. Sie versucht immer die Zukunft zu antizipieren.

Je negativer das Bild heute ist, desto wahrscheinlicher wird es, dass es in Zukunft doch nicht so schlimm kommt. Und dies führt dann zu steigenden Aktienkursen.

Finanzcoach an Ihrer Seite

Sie können sich darauf verlassen, dass ich Sie als Finanzcoach an Ihrer Seite durch die turbulente Zeit begleiten werde.

Bitte fühlen Sie sich frei mich jederzeit zu kontaktieren, wann immer Sie Gefühle von Angst und Flucht überkommen.

Ich werde Sie dabei unterstützen die richtigen Entscheidungen zu treffen und gemeinsam werden wir den Winter gut überstehen.

Danach freuen wir uns dann, wenn der nächste Frühling und Sommer beginnt.

Der nächste Börsensommer kommt

Meinen Artikel: Erfolgreich mit Aktien zeigt ebenfalls, warum es Sinn macht in Bärenmärkten die Ruhe zu bewahren.

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